Buna Romania

Buna Romania

Siebentes und damit letztes Land des Trips erreicht: Rumänien. Nicht nur das, nach 2.280 Kilometer habe ich die Schwarzmeer-Metropole Konstanza erreicht.

In Silistra wurde ich mit einem Grenzübergang mitten in der Stadt überrascht. Somit habe ich Bulgarien bereits morgens verlassen und die heutige Etappe fast gänzlich auf rumänischem Terrain zurückgelegt. Rumänien ebenfalls durch und durch von landwirtschaftlicher Nutzfläche geprägt wirkt zumindest in dem Gebiet welches ich heute durchfahren habe um einiges trockener als Bulgarien. Auch hier sind Pferdegespanne absolut keine Seltenheit im Straßenbild der Dörfer – egal ob für Personentransport oder als Transportmittel für die Ernte.

Überraschend habe ich nach 20 Kilometern Matthias meinen vormaligen Schweizer Reisekameraden wieder getroffen. Er hat sein Reiseziel geändert und ist heute mit mir Richtung Konstanza geradelt.

Auch andere Radfahrer habe ich getroffen. Beispielsweise Renée aus Frankreich der mit großem Gepäck von Frankreich bis zum Nordkapp geradelt ist und sich jetzt am Weg nach Athen befindet. Man hilft sich als Radlfahrer gegenseitig und so konnte ich ihm seine Kette schmieren.

Renée aus Frankreich – 10.000 km unterwegs

Konstanza zu erreichen war ein sehr schöner Augenblick auf dieser Reise. Endlich am Schwarzen Meer. Getrübt wurde er nur durch einen weiteren Platten direkt an der Uferpromenade. Ich habs aber mit Humor genommen wie man am Bild erkennen kann.

Im Jahr 2019 war ich zum ersten Mal in Konstanza. Seit damals hat sich aus meiner Sicht viel getan, allerdings sehe ich immer noch viel unentfaltetes Potential in der zweitgrößten Stadt Rumäniens. Im Zentrum gibt es immer noch viel Leerstand und viele Gebäude sind baufällig.

Das berühmte Casino, welches perfekt am Ufer liegt, ist gerade eingerüstet. Nach etwa 30-jährigem Leerstand könnte sich auch hier wieder was tun.

Konstanza Archäologie Museum und Moschee im Hintergrnd

Bekannt ist die Stadt natürlich auch durch ihren Hafen. Der Donau-Schwarzmeerkanal verbindet Konstanza mit der Donau. Er verkürzt den Weg der Donau zum Meer um 370 km. Der künstlich angelegte Kanal wurde nach Baustart 1949 und finanziellen Problemen erst 1984 fertiggestellt.

Ohne Zweifel das heutige Highlight des Tages, neben dem Erreichen der Küste, ist meine ‚Couch‘. Chris ist heute mein Gastgeber. Sein Apartment mit Meerblick ist der absolute Höhepunkt jeglicher Couchsurfing Träume. Ich fühle mich wie in einem Tophotel, nur dass ich auch einen netten Gesprächspartner habe und dass es obendrein kostenlos ist. Mehr als glücklich bin ich, heute eine heiße Dusche genießen zu können. Dies war im gestrigen bulgarischen 4* Hotel leider nicht der Fall. Wir lassen den Abend gemütlich zusammen bei Film und Weißbier ausklingen.

Ausblick vom Apartment

Das Schwarze Meer habe ich zwar schon erreicht, aber es ist noch nicht das Ende der Reise. Bis zum Kilometer 0 der Donau sind es noch 200 km mit Rad und ein Stück mit dem Boot.

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