Drei Länder

Drei Länder

Dass es nicht immer so einfach von der Hand bzw. den Beinen gehen wird wie bei den ersten beiden Etappen war klar. Die dritte Etappe war die bisher schwierigste für mich. Es war auch so etwas wie ein Neustart. Ich bin jetzt ganz alleine und auf mir unbekannten Wegen unterwegs. Auch die ersten (unscheinbaren) Landesgrenzen habe ich bereits überquert.

Morgens gestartet im Trubel von Wien, fühlte ich mich ehrlicherweise etwas überfordert mit dem Verkehrsaufkommen. Die vielen Autos, aber auch Scooter- und Fahrradfahrer auf den Fahrradwegen machten mir etwas Unbehagen. Nach einem kurzen Abstecher zum Steffl entschloss ich daher so schnell wie möglich Stadt zu verlassen. Verkehrsärmere Fahrradwege bevorzuge ich eindeutig.

Drei Bieber beim Futtern

Durch die Lobau, den Nationalpark Donau Auen und Hainburg war Bratislava mein großes Highlight für den Tag. Ein Abstecher in die Altstadt und Eis durften dabei nicht fehlen. Auch in der Slowakei dürfte die Inflation schon voll eingeschlagen haben. 4€ für zwei ausgesprochen kleind Kugeln Eis zeugen davon. Nach Bratislava radelte ich auf einem viel befahrenen Radweg Richtung Cunovo. Hinter dieser Stadt bzw. dem Kraftwerk sollte die slowakisch-ungarisch Grenze sein. Diese war für mich jedoch nicht erkennbar und so bemerkte ich erst an den Autokennzeichen in Rajka, dass ich die Grenze passiert habe. So fließend sollten die Grenzen doch in ganz Europa übergehen, dass wäre mein großer Traum.

Bratislava

Die letzten 20 Kilometer nach Mosonmagyaróvár waren eine echte Herausforderung. Kopf- und Nackenschmerzen haben sich eingestellt. Auch bedingt durch die langen Etappen der ersten zwei Tage und die Hitze hatte ich einen mentalen Durchhänger. Mein Joker in dieser Situation ist (neben Süßigkeiten 😄) der Song ‚Hoch‘ von Tim Bendzko. Das Lied hat mir schon das ein oder andere Mal geholfen in schwierigen Situationen neue Kraft zu schöpfen, und auch diesmal hat es mir einen Push gegeben.

Entschädigt für die Strapazen wurde ich in Mosonmagyaróvár mit einem köstlichen Schnitzel und wunderschönen Sonnenuntergang. Der Tag geht in einer Pension zu Ende um für die nächsten Herausforderungen ausreichend erholt zu sein.

13 Gedanken zu „Drei Länder

  1. Sehr schöne Worte bez. eines „grenzenlosen“ Europas 🙂

    Freut mich das die Grenzübertritte problemlos verliefen. Immer schön weiterstrampeln!

    G

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