Eine Stadt zwei Länder

Eine Stadt zwei Länder

Mosonmagyaróvár – Györ – Komarno das war die vierte Etappe meiner Tour. Etwas schwer zu fassen, dass ich in den letzten Tagen schon 475 km zurückgelegt habe. Ich bin stolz auf mich.

Gestartet bin ich heute ganz gemütlich in Mosonmagyaróvár. Besonders positiv überrascht war ich über einige hundert Schüler beim Schulausflug mit dem Rad. Hat zwar etwas Stau am Radweg verursacht, aber schön zu sehen, dass auch in Ungarn viel Rad gefahren wird und dass zumindest der Unterrichtsminister etwas richtig macht.

Beeindruckt hat mich die Stadt Györ. Bisher verband ich die Stadt eher mit Audi als mit Tourismus, doch die Stadt hat so einiges zu bieten. Neben schönen Kirchen, Denkmälern und Skulpturen hat die Altstadt einen angenehmen Flair. Die Lage an der Mosoni Donau und Raab macht sie außerdem zu einem sehr abwechslungsreichen Ort.

Györ

Obwohl ich heute den ganzen Tag in Ungarn unterwegs war und auch morgen wieder nach Ungarn fahren werde, verbringe ich die Nacht in der Slowakei. Wie das geht? Die Stadt Komarno bzw. auf ungarisch Komarom wurde mit dem Vertrag von Trianon 1920 zweigeteilt. Zuvor war die Stadt auf beiden Seiten der Donau Teil der Habsburgermonarchie. Heute liegt ein Teil der Stadt in Ungarn und der andere (größere) in der Slowakei. Eine Brücke verbindet nicht nur die Städte sondern auch die beiden Länder.

In Komarno übernachte ich bei Miriam – einer Couchsurfing Gastgeberin, wie ich es mir besser nicht vorstellen könnte. Neben einem komfortablen Einzelzimmer, dass bereits bei meiner Ankunft mit slowakischen Köstlichkeiten bestückt war, einem wunderbaren Abendessen, bekam ich auch noch eine Stadtführung in Komarno. Eine grandiose Sache. Falls jemand Couchsurfing nicht kennt – man bezahlt dabei für das Übernachten nichts. Jeder kann dabei eine Couch oder Bett bei sich  zu Hause anbieten oder am Wunschort anfragen – leider kostet es mittlerweile eine kleine Gebühr fürs Anmelden. Meine Erfahrungen sowohl als Gastgeber als auch Gast sind von Russland bis USA ausschließlich positive.

Couchsurfing at its best

Morgen geht es mit einer kurzen Tour weiter nach Esztergom.

19 Gedanken zu „Eine Stadt zwei Länder

  1. Muss jetzt zwischen deinen einzelnen Etappen, die ich mir gemütlich hier auf der Couch an einem verregneten Sonntag in Steyr durchlese, mal was sagen.

    Ich finde deine Beschreibungen Weltklasse. Es zeigt, dass in dir nicht nur ein Tour de France Sieger verloren gegangen ist, sondern auch ein hauptberuflicher Blogger oder Schriftsteller.

    Was die Topographie angeht, die die Donau so hergibt, werde ich nach deinen Berichten einen Nachmittag auf Google Maps oder mit meinem alten Schulatlas (wenn noch aktuell#mittedreißig#midlife 🙂 verbringen. Danke für das Gefühl, bei dir hinten am Gepäckträger zu sitzen.

    1. Servus Mani,
      von Herzen Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich, dass es Anklang findet! Den Atlas hab ich letztens eh bei dir im Regal stehen sehen – soll ned verstauben! 😄
      Liebe Grüße an Luca und Nadine!

  2. „Und wie kann ich die Zukunft erahnen? Durch die Zeichen der Gegenwart. In der Gegenwart liegt das Geheimnis. Wenn du der Gegenwart Beachtung schenkst, dann kannst Du sie verbessern. Und wenn Du sie verbessert hast, dann wird das Nachfolgende auch besser sein. Vergiss also die Zukunft und lebe jeden Tag im Vertrauen, dass jemand für uns sorgt. Jeder einzelne Tag enthält die Ewigkeit in sich.“
    -Alchemist – Paulo Coelho

    Bin glücklich, dass es dir gut geht uns du so viele positive Sachen auf deinem Weg erlebst, genieße jeden Augenblick hier und jetzt ❤️

  3. Hallo, Jacob. Ich freue mich sehr, dass es dir vor allem gut geht. Sehr interessant deine Berichte zu lesen. Schöne Reise ausser nur Rad fahren. 👍💪🚴‍♀️
    Weiter so! Viel Erfolg. Schöne Grüße von Bernd

  4. Hallo Jacob!
    Bin gerade auf deine Reiseberichte aufmerksam geworden! Wünsche Dir weiterhin viel Spaß auf deiner Tour und freu mich schon auf die nächsten Zeilen! Lg Pauli

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