Erste Etappe – smooth

Erste Etappe – smooth

Die Vorfreude und gleichzeitig große Nervosität der letzten Tage war schon kaum mehr zu ertragen. Mein Kopf wollte mir weis machen, dass ich noch nicht bereit bin und etwas Wesentliches vergessen habe.
Alles nur die Stimme, die mich in der Komfortzone halten wollte.

Die erste Etappe war ein guter Test fürs Material und auch für meinen Körper, ich kannte die Strecke bereits und musste mich deshalb nicht aufs navigieren konzentrieren. Eine Fahrt mit voller Beladung, war sich vor der Reise zeitlich nicht mehr ausgegangen – deshalb war das auch zugleich die Feuertaufe für Rad, Gepäck und Fahrer. Um 10 von Steyr aus gestartet, ginge es zuerst entlang des Ennstalradwegs bis Enns. Dort habe ich dann erstmalig auf der Reise die Donau zu Gesicht bekommen. Sie wird die nächsten 4 bis 5 Wochen mein ständiger Begleiter sein. Als einziger Passagier auf der Radfähre hab ich nach Mauthausen übersetzt. Immer flussabwärts gings durchs Strudengau über Grein, Persenbeug bis nach Melk. Nach 121 km hab ich mein erstes Etappenziel meinen Heimatort Loosdorf erreicht. Die erste Nacht auf der Reise verbringe ich bei meinen Eltern.

Nach anfänglich kühlen Temperaturen beim Start in Steyr hat sich nach und nach die Sonne durchgesetzt. Es wurde richtig heiß. Der härteste Gegner war jedoch bei weitem nicht die Sonne, es war der starke Gegenwind entlang der Donau – vermutlich wird mich dieser die nächsten vier Wochen weiter begleiten. Zum Veranschaulichung:

Segelboot auf der Donau segelt flussaufwärts

Eine wesentliche Erkenntnis des heutigen Tages ist jene, dass die anderen Radreisenden die ich entlang des Radweges traf, definitiv zu viel Gepäck dabei haben 🤣. Bei den Gesprächen sind wir immer wieder auf das Thema zu sprechen gekommen und ich erntete ungläubige Blicke für die Menge und Größe meiner Taschen die ich am Rad habe. Ich bin allerdings überzeugt davon, dass ich das Wesentliche dabei habe und falls was abgeht, wird es sich am Weg noch besorgen lassen. Am ersten Tag ist mir zumindest nichts abgegangen. Mit schwerwiegenden Geruchsbelästigungen im weiteren Verlauf werden dann vermutlich die anderen zurechtkommen müssen.
Hier alles was sich in meinen Taschen wiederfindet (abgesehen vom Handy mit welchem ich das Foto gemacht habe):

Mein Reisegepäck

Der Anfang ist geschafft. Ich bin dankbar, dass der Start schonmal geglückt ist. Mögen noch viele weitere solcher Tage auf dieser Reise folgen.

18 Gedanken zu „Erste Etappe – smooth

  1. Richtig stark, Jacob! Falls du in Vukovar (Kroatien) eine Schnitzelsemmel als Proviant haben willst, kannst bei meinen Eltern vorbeifahren 😀 genieß die Reise 🙂

  2. Hallo Jakob,
    wünsch dir alles Gute für deiner Reise! Viel Rückenwind und keine Defekte! Freu mich auf deine Tagesberichte, wird bestimmt sehr spannend!
    Liebe Grüße, Franz P.

  3. Wow!
    I wish you stamina in your legs and breathing. A soft seat on the bike and a better night’s sleep. This is incredibly important during a long day of active exercise. Good luck!

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