Nationalfeiertag

Nationalfeiertag

Eine sehr anspruchsvolle Tour mit 157 km und 1.300 Höhenmetern von Nikopol nach Ruse ist geschafft. Meine Batterien sind heute leer… aber sie laden in der Nacht 😉.

Morgens hieß es Abschied nehmen von meinem Weggefährten Markus. Er setzt seine Reise Richtung Bukarest fort. Wir werden uns allerdings bestimmt wiedersehen.

Von nun an bin ich also wieder auf mich alleine gestellt. Die heutige Tour war ein Kraftakt. Die längste Distanz die ich bisher mit dem Rad an einem Tag zurückgelegt habe. Von Christian Bischoff, einem sehr inspirierenden Speaker und Coach stammt der Spruch: ‚Du weißt nicht, wo Dein Limit ist. Du weißt nur, wo es nicht ist.‘ Einmal mehr habe ich dieses Credo verinnerlicht. Mental war ich heute richtig stark drauf. Es erfüllt mich mit Stolz so eine Leistung geschafft zu haben, nach mittlerweile über 2.000 km in 18 Tagen ohne Pause.

Heute ist Nationalfeiertag in Bulgarien. Es wird der 114. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung von 1908 gefeiert. Fürst Ferdinand I. wurde zum Zar gekrönt und rief das bulgarische Kaiserreich aus. Befreit von der fast 500-jährigen osmanischen Herrschaft wurde Bulgarien bereits 1878 mit dem Friedensvertrag von San Stefano zum Ende des oasmanisch-russischen Krieges. Das Fürstentum Bulgarien entstand in jener Zeit.

Heute wurden in vielen Dörfern anlässlich des Feiertags traditionelle Tänze und Gesänge aufgeführt.

Diese netten Babushkas haben mich mit traditionellen bulgarischen Köstlichkeiten beschenkt. Das gab mir zusätzliche Power für den Weg 😄.

Mein Etappenziel heute ist die Stadt Russe. Eine Stadt an der Donau, die als ‚das kleine Wien‘ bezeichnet wird. Viel davon habe ich nach meiner langen Tour allerdings noch nicht gesehen. Morgen werde ich mir aber ein Bild machen. Russe war im Fürstentum Bulgarien die größte Stadt. Der zu seiner Glanzzeit moderne Architekturstil von Barock und Renaissance soll noch heute im Stadtbild unverkennbar sein.

Heute habe ich eine etwas unorthodoxe Unterkunft. Ich übernachte bei ‚Ruse Logistics‘. Chefin Rositsa hat mich im Mitarbeiterraum einquartiert.

20 Gedanken zu „Nationalfeiertag

  1. Gewaltige Leistungen die du da jeden Tag erbringst. Da komm ich mir dagegen richtig faul vor, wenn ich den ganzen Tag nur im der Sonne Mallorcas lieg. 😅

  2. Crazy crazy crazy aber einfach nur:

    Chapeau !!!!!!!!

    Ich erinnere mich an unsere gemeinsame Tour die nicht ganz so weit war aber auch ziemlich nervig war. #Präbichl
    Wir waren damals natürlich nicht 17 Tage davor ununterbrochen am Rad:)

    1. Danke Mani.
      Ich freue mich über jeden deiner Kommentare! Danke, dass du treuer Leser bist und regelmäßig kommentierst!
      Unvergessen, bleibt natürlich die Tour in die Steiermark. Solche harten Anstiege gibt’s auf der Tour glücklicherweise nicht, aber es summiert sich und ist dann irgendwann richtig nervig 😝

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