TransAustria Tag 4
Grenzwertig

Die heutige Etappe hat mir alles abverlangt. Mental und körperlich war das eine meiner härtesten Radtouren überhaupt.
Start der Etappe in Fusch an der Glocknerstraße. Allerdings hieß es nach dem Frühstück erstmal warten. Die ganze Nacht non-stop Regen machten einen frühen Start sinnlos. Es gab Aussicht auf zeitweise Besserung also radelten wir erst um 09:30 los.
Aufwärmen war nicht nötig, denn es galt 1.700 Höhenmeter auf den ersten 25 km zu überwinden. Diese hatten es ordentlich in sich. Die Glockner Hochalpenstraße österreichs berühmteste Panoramastraße. Das schöne Panorama blieb uns diesmal leider großteils aufgrund des Nebels/Wolken verwehrt. Am Weg nach oben erlebten wir dabei alle Facetten des Wetters. Sonne, Regen und oben sogar zwischenzeitlich leichter Schneefall. Angekommen um Fuschertörl zeigte das Thermometer winterliche 2,9 Grad. Einzig positiver Effekt dieser bescheidenen Wetterlage war, dass weniger Autos, Busse und Motorräder auf der Glocknerstraße unterwegs waren. Für uns Radler durchaus angenehm.




Schon ziemlich geschlaucht von Anstieg ging es dann auf der anderen Seite runter. Die nächste Landesgrenze wurde überschritten. Wir sind in Kärnten angekommen.
Jetzt waren zwar die meisten Höhenmeter geschafft aber es lagen immer noch 95 km bis unserem geplanten Tourziel vor uns. Eigentlich hatten wir aufgrund der vorangeschrittenen Tageszeit und meinem körperlichen Zustand nicht mehr damit gerechnet es noch dort hin zu schaffen.




Als sich dann auch noch am Weg durchs Mölltal richtig starker Gegenwind auftat, hatten wir das Ziel eigentlich schon abgeschrieben. Letztendlich drehte sich der Wind aber zu unseren Gunsten und wir bekamen die nötige Unterstützung von hinten.
Für mich war es eine extrem lange und harte Etappe. Die letzten Kilometer hatte ich mental extrem mit mir zu kämpfen und wollten schon gar nicht mehr weiterfahren. Irgendwie hab ich es dann doch bis zum Etappenziel durchgezogen, allerdings war ich da wirklich schon am Zahnfleisch unterwegs.
Bin stolz es wieder geschafft zu haben. An morgen denk ich heute mal ausnahmsweise nicht.
6 Gedanken zu „TransAustria Tag 4“
Puh des schaut schon recht anstrengend aus mein Freund!!
Ich hoffe ihr konntet in der Nacht ordentlich regenerieren und habt heute etwas Glück mit dem Wetter bzw. mit dem (Gegen)Wind.
Wünsche euch noch alles Gute und unfallfreie Fahrt 🙂
G
Danke!
Der Regen ist ab nun unser größter Gegner!
Ihr seids ein Wahnsinn. Ohne E-Bike würde ich das nicht mehr schaffen. LG Pauli
Danke Pauli!
Super gemacht, Jacob! Trotz Wetter und körperliche Spannung bist du wieder am Ziel. Respekt! Danke deinem Freund für Motivation und Unterstützung. Bleibt gesund und viel Spaß weiter
Vieleb Dank Svetlana!