Übers Reisen schreiben

Übers Reisen schreiben

Mittlerweile bin ich schon fast zwei Wochen zurück von meiner Reise. Eine mittelschwere Erkältung hat sich mein Körper glücklicherweie für zu Hause aufgespart. Jetzt bin ich wieder fit und habe die Zeit gefunden für einen kurzen Rückblick.

In den letzten Tagen wurde ich häufiger gefragt was meine größten Learnings oder Erkenntnisse der Reise waren. Nun ja, ganz so einfach ist das nicht zu beschreiben. Es gibt so viele Dinge die ich mitnehme.

Was diese Reise für mich jedenfalls so großartig gemacht hat, ist der Mix aus Abenteuer, Gesellschaft & Menschen und der sportlichen Herausforderung.

Einerseits liebe ich Abenteuer. Etwas zu Unternehmen bei dem ich mein gewohntes Umfeld verlasse, mich auf etwas spannendes, neues einlassen darf, bei dem der Ausgang vielleicht ein bisschen ungewiss ist oder sich zumindest nicht alles bis ins letzte Detail planen lässt, das ist genau meins. Und diese Anforderung erfüllte die Radreise für mich exakt. Anders gesagt, es war ein Abenteuer genau nach meinem Geschmack: mit dem Rad, alleine vier Wochen lang durch sieben Länder zu fahren war für mich ein großer Traum den ich endlich realisieren durfte. Kein Tag war wie der andere, immer gab es etwas Neues zu sehen und zu erleben. Unterschiedliche Menschen, Sprachen, Kulturen, Landschaften, Küchen, … Diese Reise war so vielfältig wie ich es sonst noch nie erlebt habe.

Mich alleine auf diese Reise zu begeben, hat bei so manchen Menschen in meinem Umfeld, aber auch bei Bekanntschaften auf der Reise Unverständnis erweckt. Zugegeben es mag nicht jedermanns/frau Sache sein alleine zu reisen, aber ich habe dieses Abenteuer alleine geplant, ich wollte auch nie jemand dabei haben und so war auch perfekt für mich. Das Alleinsein hat mir geholfen, ganz bei mir anzukommen. Ich hatte Zeit nachzudenken, vergangenes zu verarbeiten und neue Visionen für die Zukunft zu erschaffen. Die Tatsache, dass ich alleine unterwegs war, ermöglichte es mir auch diese Reise ganz nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Absolute Spontanität, Flexibilität und der für mich perfekte Mix aus Erholung und sportlicher Herausforderung. Trotz der Tatsache, dass ich alleine unterwegs war, gab es keinen einzigen Tag wo ich mich wirklich einsam gefühlt habe. Einerseits war ich täglich mit meiner lieben Frau (die ich natürlich trotz allem stark vermisst habe) verbunden. Andererseits war ich auch nie wirklich einen ganzen Tag alleine. Täglich habe ich neue Menschen kennengelernt und war es nur eine Verkäuferin im Supermarkt mit der ich kurzen Smalltalk hielt. Dass ich zwischenzeitlich auch mal fünf Tage mit Gleichgesinnten unterwegs sein durfte, war keineswegs geplant aber eine sehr willkommene Abwechslung.

Die unzähligen Begegnungen mit interessanten Menschen haben diese Reise für mich so besonders gemacht. Ich bin überzeugt davon, dass wenn man alleine unterwegs ist, viel offener auf andere Menschen zugeht als das in der Gruppe passieren würde. Natürlich habe ich aktiv versucht mit den Menschen entlang meines Weges in Kontakt zu kommen. Wie kann es anders sein, dabei kam es zu einzigartigen Unterhaltungen und Geschichten die mir ewig in Erinnerung bleiben werden. Dafür bin ich jedem einzelnen dankbar.
„Alles was wir erleben, alle Momente und jede Begegnung bleibt für den Rest unserer Zeit tief in unseren Herzen“ – so schreibt es Jonas Deichmann in seinem Buch und dazu habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen.
Besonders berührt auf dieser Reise hat mich die unglaublich herzliche Gastfreundschaft die ich erlebt habe. Insbesondere in Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien, also Ländern in denen der Lebensstandard doch deutlich unter dem unsrigen liegt, habe ich so tolle Momente mit mir zuvor völlig fremden Menschen erlebt. Dies hat sich bei mir eingebrannt. Die Gastfreundschaft am Balkan ist weithin bekannt, aber trotzdem keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Spontane Hilfe und Einladungen von Menschen die selbst nicht wirklich viel haben sind keinesfalls eine Seltenheit. Zumindest in Ostösterreich würde es kaum jemand einfallen eine Fremde Person auf der Straße zu sich nach Hause auf einen Kaffee einzuladen oder eine Flasche selbstgemachten Wein oder Schnaps zu überreichen. Was ich auf dieser Reise an Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Menschen erlebt habe, war wirklich beeindruckend und hat mich tief berührt. Ein Stück dieser Kultur nehme ich mit für zu Hause und werde sie auch in Österreich leben.

An dieser Stelle sei auch noch einmal ein Plädoyer für Couchsurfing angeführt. Ich hatte auf dieser, sowie auf allen anderen Reisen als ich Couchsurfing genutzt habe, großartige Gastgeber. Es ist eine wunderbare Möglichkeit mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Außerdem gibt es viele Gastgeber die sehr gerne ihre Stadt präsentieren, Tipps für gutes Essen und Sehenswürdigkeiten geben oder sich im besten Fall selbst Zeit für den Gast nehmen. Das schöne dabei, das Ganze funktioniert ohne Bezahlung. Wer gibt, dem wird gegeben – oder umgekehrt 😉

Ohne den Reiz der sportlichen Herausforderung wäre diese Reise für mich nur halb so attraktiv gewesen. Zugegeben es handelt sich nicht um Extremsport was ich gemacht habe, insbesondere ist mir das bewusst geworden, wo ich gerade das Buch von Jonas Deichmann lese der die Welt im Triathlon umrundet hat. Dennoch sind 2.500 km in vier Wochen das Pensum welches ich normalerweise in zwei Jahren an Radkilometern zurücklege. Ich blicke mit stolz zurück auf das was ich geschafft habe. Mich jeden Tag aufs Neue zu motivieren fiel mir nicht schwer – ich hatte das Ziel mit meinem Rad am Strand von Sulina zu stehen jeden Tag vor meinem inneren Auge. Dieses Ziel hat mich wie ein Magnet anzogen.
Für alle die meinen ich wäre ein Athlet, denen darf ich entgegnen, dass 100 km am Tag mit dem Fahrrad zurückzulegen bei angenehmer Witterung für einen durchschnittlich fitten Menschen jedenfalls schaffbar sind. Schon mal ausprobiert? Unser Körper gewöhnt sich schnell an die Anstrengung und auch wenn der zweite oder dritte Tag ein klein wenig Überwindung kosten, es wird irgendwann besser und 100 km fühlen sich nach ein paar Tagen gar nicht mehr anstrengend an.
Ich bin einige Male nahe an mein Limit herangekommen, allerdings weniger aufgrund der körperlichen Strapazen, eher wegen mentaler Barrieren. Diese schwierigen Momente, die irgendwann mal kommen, gehen vorbei – immer. Abends zurückzuschauen auf die Strecke die man geschafft hat gibt ein wunderes Gefühl und lässt einem sehr glücklich und tief einschlafen.

Zum Radreisen generell, darf ich nach meiner ersten längeren Radreise festhalten, dass es für mich keine bessere Art des Reisens gibt. Einerseits ermöglicht es in kurzer Zeit sehr viel zu sehen (beispielsweise drei verschiedene Länder an einem Tag) und andererseits ist man trotzdem immer sehr nah dran am Geschehen (manchmal zu nah – beispielsweise wenn einem wieder mal Streuner verfolgt). Für mich stellt das Radfahren genau den richtigen Mix aus Geschwindigkeit der Fortbewegung und gleichzeitig dem „draussen sein“ in der Natur dar. Es bleibt genug Zeit zum Beobachten und Genießen der Umgebung und trotzdem ermöglicht es täglich eine ordentliche Distanz zurück zu legen. Das Freiheitsgefühl und die Unabhängigkeit am Rad ist eine, die man vielleicht sonst beim (Weit)Wandern erleben kann, aber bestimmt nicht auf einem anderen Transportmittel. Keine Gedanken an freie Parkplätze, Zug-Flug-Tickets, die nächste Tankstelle und deren überteuerte Preise verschwenden zu müssen sind einfach extrem befreiend. Dort anhalten zu können wo einem das Herz gerade hinführt, ermöglicht es Momente zu erleben, die einem sonst verborgen bleiben würden. Einzig allein von der eigenen Körperkraft abhängig zu sein, löst ein großartiges Gefühl der Unabhängigkeit aus. Und das alles noch dazu komplett CO2 frei.


Ich bin mir bewusst, dass ich bei meiner Fahrt ein großes Glück mit dem Wetter hatte, aber das gehört zu jeder Tour dazu, denn das Wetter lässt sich nicht beeinflussen. Was sich jedoch beeinflussen lässt, sind die technischen Gebrechen bzw. wie man darauf reagiert. Löste der erste Platten noch eine negative Reaktion bei mir aus, so nahm ich die anderen vier mit Humor. Für jedes technische Problem mit dem Rad gibt es eine Lösung und wenn man dieses mal selbst nicht lösen kann, so gibt es in den meisten Fällen sehr hilfsbereite Menschen die einem zur Seite stehen wenn’s drauf ankommt. Diese Erfahrung habe nicht nur ich selbst, sondern viele andere Radfahrer die ich entlang meines Weges getroffen habe, gemacht. Entweder legen die Helfer gleich selbstlos Hand an, oder es werden schon mal mehrere Stunden Fahrt in Kauf genommen um die nötigen Ersatzteile im nächstgelegenen Radladen zu besorgen.

Man mag denken, dass einer Reise wie dieser eine monatelange Planung vorausgegangen sein muss. Dies kann ich jedoch verneinen. Klar man braucht eine gut serviciertes Rad, man braucht entsprechende Radtaschen, Ersatzschläuche und ein bisschen Werkzeug. Abgesehen davon habe ich für diese Reise keine besonderen Anschaffungen getätigt. Besonderes Training habe ich ebenfalls als nicht notwendig erachtet, da ich meinen Körper ohnehin regelmäßig fordere. Jemand der gelegentlich mit dem Rad fährt hat das meiste was mach für die Radtour braucht ohnehin bereits zu Hause bzw. in sich.

Wesentlichstes Equipment:

  • Helm
  • Radhose & Radshirt
  • Radschuhe
  • Regenjacke
  • Isojacke
  • Fürs Rad: Reifenheber, Ersatzschläuche, Ersatzreifen(mantel), Pickzeug, Multitool, Kettenöl, Pumpe, Schloss, Kabelbinder, Vorder- und Rücklicht, Ersatz Kettenglied
  • T-Shirts, Hose, Unterhose(n) Schuhe für Abends
  • Kulturbeutel
  • Regenhose (habe ich nie getragen)
  • Hüttenschlafsack (optional)
  • Sonnencreme
  • Powerbank
  • Handy mit GPS Track / Karte
  • Erste-Hilfe
  • Wasser
  • Taschentücher/Klopapier
  • Riegel oder anderen Süßigkeiten

Bei der Orientierung habe ich mich zu 95% an den Verlauf des Euro Velo 6, der vom Atlantik quer durch Europa bis zum Schwarzen Meer führt, orientiert. Da der Radweg ab Budapest aus meiner Sicht nicht mehr ganz so häufig ausgeschildert ist, habe ich mir vorab den GPS Track aufs Handy geladen und konnte so reibungslos navigieren. Für den Worst-Case hatte ich für die letzten 1.500 km ab Belgrad auch noch eine Karte bzw. einen Radreiseführer dabei.
Wie erwähnt nimmt die Häufigkeit der Beschilderung exponentiell ab, genauso wie auch die Qualität der Fahrradwege weniger wird je weiter man sich Richtung Südosten orientiert. An manchen Abschnitten gibt es noch Dämme an der Donau wo man als Radfahrer mehr oder weniger alleine unterwegs ist, aber meistens befindet man sich auf befahrenen Straßen fernab des Flusses. Die Rücksicht der Auto- und LKW-Fahrer auf Radfahrer ist trotz gelegentlicher Hinweisschilder Seitenabstand beim Überholen zu halten, doch eher gering. Besonders nervenaufreibend ist das ganze wenn man bereits im Abstand von mehreren Hundert Metern von hinten angehupt wird. Scheinbar eine gängige Methode der Autofahrer vor sich selbst zu warnen. Ein eingeschaltetes Rücklicht am Tag ist jedenfalls zu empfehlen.

Gerne möchte ich noch ein paar Erkenntnisse über die bereisten Länder los werden. Das Radfahren ermöglicht es in einem Tempo ein Land zu bereisen, bei dem man wunderbar die Landschaft und die Schönheit der Natur aber auch der Städte genießen kann. Was man auch miterleben kann, ist wie die Leute leben. Besonderen Eindruck bei mir hat die Lebenssituation der Menschen am Land insbesondere in Bulgarien und Rumänien hinterlassen.
Trotz vieler Milliarden Euros an Förderungen welche diese Länder erhalten, kommt dieses Geld scheinbar nicht ganz dort an, wo es am Notwendigsten gebraucht. Bettelnde Kinder, desaströse Straßen, viele kaputte und verlassene Häuser und Fabriken zeugen vom sehr niedrigen Lebensstandard dieser Länder. Nach über 15 Jahren EU-Mitgliedschaft, gibt es immer noch eine extremes Müllproblem in den Ländern. Das Ausmaß der Umweltverschmutzung und der illegalen Müllablagerungen welche ich zu Gesicht bekam, haben mir jedes Mal wieder wehgetan. Zwischenzeitlich war ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich mich noch in der EU oder doch in irgendeinem asiatischen Entwicklungsland befinde. Die Länder werden noch Jahrzehnte brauchen um insbesondere im ländlichen Raum an die Standards westeuropäischer Länder heranzukommen. Wie die Länder aussehen würden, wären sie nicht Teil der EU geworden, möchte ich mir gar nicht ausmalen.
Trotz aller Probleme möchte ich hervorstreichen, dass diese Länder extrem viel zu bieten haben. Landschaftlich sind sowohl Bulgarien als auch Rumänien unglaublich vielfältig. Gebirge mit 2.500 bzw. 3.000 m hohen Gipfeln und einem wunderschönen Küstengebiet am Schwarzen Meer zeigen wie abwechslungsreich dieses Gebiet ist. Ganz zu Schweigen von dem schieren Ausmaß an fruchtbarer landwirtschaftlicher Nutzfläche und des reichen kulturellen Erbes der Länder. Jedes der sieben Ländern ist eine Reise für sich wert.

Besondere Freude haben mir die vielen Menschen bereitet die hier mitgelesen und auch noch einen Kommentar dagelassen haben. Die Idee des Blogs entstand eigentlich erst relativ kurzfristig vor der Reise (Danke Pegman Serri) und hätte aus meiner Sicht durchaus noch etwas mehr Vorbereitungszeit benötigt. Dennoch kann ich jetzt rückblickend sagen, dass ich froh bin es gemacht zu haben, denn mir hat das Schreiben des Blogs wirklich Spaß gemacht. Ich habe einfach das niedergeschrieben, was ich selbst interessant und bemerkenswert fand. Eigentlich weiß ich gar nicht wie man richtig „blogged“ – aber scheint gut anzukommen und es bereitet mir selbst auch eine Freude. Für mich war das Schreiben keinesfalls eine lästige Pflicht oder Routine die ich mir selbst auferlegt habe, sondern etwas was ich sehr gerne gemacht habe und so viel Spaß dabei gehabt habe, dass ich das ein oder andere Mal ein richtiges Flow-Gefühl dabei hatte. Obendrein hat mir das Schreiben geholfen den abgelaufenen Tag zu reflektieren. Das Geschriebene ist etwas was nicht verloren geht. Ich kann meinen Kindern später einmal nicht nur selbst von den schönen Erlebnissen erzählen, sondern sie werden es auch selbst nachlesen können. Ich freue mich, dass der Blog so gut angekommen ist und bedanke mich bei alles treuen Lesern, fleißigen Kommentatoren und auch bei denen die vielleicht nur einmal vorbeigeschaut haben.

Auch wenn es in nächster Zeit bei mir wahrscheinlich weniger abenteuerlich im Sinne des Blogs zugehen wird, so möchte ich auch künftig über meine kleinen und großen Abenteuer draußen kurze Berichte verfassen. Ideen für kleine und große Abenteuer habe ich mehr als genug. Mein Ziel Menschen zu inspirieren – schöne Erlebnisse zu sammeln, die kostbare Zeit zu nutzen und Träume nicht auf später zu schieben, wird ohnehin nie ganz abgeschlossen sein. Ein paar positive Rückmeldungen von Menschen die sich von mir bereits inspiriert fühlen habe ich bekommen, über weitere Rückmeldungen und Bilder von Abenteuern, so es sie gibt, freue ich mich.

Bis bald.

Jacob Putz

Ps. Das Video kommt noch.

15 Gedanken zu „Übers Reisen schreiben

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  2. Hey also deine Reise mit dem Rad kann ich mir richtig gut vorstellen , es ist ein absoluter Traum von mir mit dem Rad nach Spanien zu radeln und du hast mich gerade richtig motiviert dazu , auch alleine zu radeln ..

  3. Hallo Jakob. Habe nach unser ersten Kennenlernen und unsere Gespräche auf dem Weg zum Gipfel des Almkogels wieder Lust auf so eine Radreise bekommen.
    Lg Pauli

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